Cannabidiol

 
 
Wie wirkt CBD?
 
In erster Linie wirkt CBD blockend und hemmend. Als Antagonist des THC, das im Gegensatz berauschend wirkt, verfügt das Cannabidiol grundsätzlich über eine dämmende Wirkung. Das bedeutet, dass CBD auf unser neurologisches Nervensystem eine beruhigende Wirkung zeigt. Weiter ist durch unzählige Studien und Berichten von Probanden belegt, dass das Cannabidiol auch entzündungshemmend wirkt. Wie wirkt also CBD? Ganz klar blockierend und dämmend sowie entzündungshemmend. So wird dieses kleine Wundermittel zur äußerlichen und auch innerlichen Anwendung erfolgreich eingesetzt. Zum Beispiel bei Hautkrankheiten und Entzündungen des Magen-Darm-Trakts. Weiter ist auch eine anti-psychotische Wirkung von CBD ausgewiesen. So wird das Cannabidiol auch gegen Angststörungen, Depressionen und andere psychische Krankheiten erfolgreich verabreicht. Sogar krankhafte Schizophrenie und auch krebsartige Tumorzellen wurden durch die blockierende Wirkung des CBD eingedämmt bzw. gänzlich geheilt. 
 
 
Wie funktioniert CBD?
 
Bei der innerlichen Anwendung gelangt der Wirkstoff in das menschliche Gehirn. Dort werden die körpereigenen Rezeptoren (CB1-Rezeptor, 5-HT1A-Rezeptor, Vanilloidrezeptor) angesprochen. Diese Rezeptoren sind zuständig für ein gesundes psychisches und physisches Gleichgewicht im menschlichen Körper. Rezeptoren sind für das Austauschen von Botenstoffen zuständig. Ein komplizierter Mikromechanismus, der in unserem Hirn rund um die Uhr stattfindet. Letztendlich bestimmen diese Botenstoffe unseren Alltag. Schmerzen, Freude, Unruhe, Angst und sogar Liebe zählen zu diesen körpereigenen Naturchemischen Prozessen. Dieser Austauschprozess lässt sich beeinflussen. Dabei ist das Trinken von Alkohol die einfachste Form, um diesen Vorgang transparenter zu machen. Alkohol wirkt sich ebenfalls auf unsere Rezeptoren aus. Er verstärkt Emotionen und kann auch schmerzlindernd wirken. Weiter können diese Rezeptoren auch für das verstärkte Ausschütten von körpereigenen Wirkstoffen stimuliert werden. So wird gegen physische Krankheiten angegangen.
 
Das CBD wirkt also ähnlich wie eine Schmerztablette, deren Wirkstoff über das Blut in das Gehirn gelangt und dort das Schmerzempfinden eindämmt. CBD wurde bis heute erfolgreich gegen Depressionen, Angststörungen, Magen- und Darmkrankheiten, Schlafstörungen, Epilepsie, Migräne und auch Krebs eingesetzt. Natürlich tun sich Ärztevereinigungen und besonders die Pharmaindustrie schwer CBD als Wunderheilmittel anzuerkennen. Hier ist nämlich die Wirkung den möglichen finanziellen Gewinnen weit voraus. Sicher ist jedoch, dass CBD aus medizinischer Sicht, eine der vielversprechendsten Entdeckungen der letzten Jahrzehnte ist.
 
 
Unser Nervensystem vereinfacht dargestellt
 
Unser Körper besteht aus Zellen. Darunter befinden sich natürlich auch Nervenzellen. Diese bilden unser Nervensystem und steuern uns. Damit ist gemeint, dass Nervenzellen unsere Motorik, Sinne und Gefühle steuern. Ebenso auch das Immunsystem. Ein Teil unseres Nervensystems ist das Endocannabinoid-System. Dieser Teil des Nervensystems ist durch chemische und pflanzliche Substanzen ( z. B. Schmerztabletten oder Alkohol) beeinflussbar. Und genau hier wirkt auch das Cannabidiol (CBD). Das menschliche Nervensystem wird wiederum mittels Rezeptoren angesprochen und bestimmt. Rezeptoren sind die Sender und Empfänger, die Botenstoffe (Informationen) austauschen. Man kann sich das Nervensystem wie eine lange Straße vorstellen, durch die ein Postbote fährt und Briefe in die verschiedenen Briefkästen wirft. In diesen Briefen sind die Informationen für das Nervensystem enthalten. Das können, wie im Beispiel auch, gute und schlechte Botenstoffe (Briefe) sein, die dann unseren Alltag bestimmen. Diese Informationen (Briefe) beeinflussen unser Schmerzempfinden, unser Immunsystem und auch eine ganze Menge Gefühle. Dazu gehören Wut, Freude und sogar auch Liebe.
 
Der CB1-Rezeptor und CB2-Rezeptor
 
Insgesamt gibt es fünf verschiedene Rezeptoren (Briefträger), die in unserem Nervensystem ausschlaggebend für lebenswichtige Informationen sind. Einer davon ist der CB1-Rezeptor (Cannabinoid Rezeptor). Dieser ist zuständig für das Transportieren von Informationen, die hauptsächlich für unser psychisches Gleichgewicht bzw. Wohlbefinden, zuständig ist. Durch das CBD wird der CB1-Rezeptor dahin stimuliert seine schlechten Informationen einzudämmen. Das wiederum wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Er kann psychische Krankheiten in Einzelfällen sogar gänzlich heilen. Der Aufgabenbereich des CB2-Rezeptors hingegen liegt hauptsächlich im neurologischen Bereich. So kann dieser zum Beispiel für eine Krankheit wie Alzheimer verantwortlich sein. Auch dieser Rezeptor lässt sich, wie sein großer Bruder CB-1, durch Cannabidiol positiv beeinflussen.
 
Der Vanilloid-Rezeptor (Typ1 und Typ2)
 
Die Vanilloid-Rezeptoren sind hauptsächlich für unser Schmerzempfinden verantwortlich. Kurzum: Dieser Briefträger hat die Mahnungen in der Tasche. Schmerzen sind wichtig und lebenserhaltend. Sie warnen uns vor Verletzungen und Gefahren und weisen uns auf Krankheiten hin. In diesen Vanilloid-Rezeptoren wirken zum Beispiel auch Schmerztabletten und natürlich auch das CBD, dass diese beiden Rezeptoren direkt beeinflusst. Da Cannabidiol eine hemmende und blockende Wirkung aufweist, eignet sich CBD ausgezeichnet dafür, um Schmerzen auf pflanzlicher Basis zu begegnen. Übrigens wirkt CBD auch auf den Typ2 Rezeptor, der mit seinen Informationen bösartige Tumorzellen (Krebs) beseitigen kann. Auch dieser Vorgang wird durch das CBD unbedingt begünstigt.
 
Der 5-HT1A-Rezeptor
 
Dieser Briefträger zählt zu den Serotonin-Rezeptoren und arbeitet hauptsächlich im Rückenmark und im Gehirn. Er ist zum Beispiel zuständig für das Lernen und für die Regulierung der Körpertemperatur. Dies sind aber nur zwei von vielen erwähnenswerten Funktionen. Besonders interessant ist der 5-HT1A-Rezeptor für das CBD, wenn es darum geht, psychische Krankheiten einzudämmen oder gar ganz zu heilen. Cannabidiol kann somit äußerst vielversprechend gegen Depressionen und Angstzustände eingesetzt werden. Auch hierzu gibt es im Internet zahlreiche Studien. Betroffene lassen hier ihre positiven Erfahrungen mit einfließen.
 
 
 
 

CBD Studien

CBD-Studien:Wirkung auf menschlichen Naturmechanismus

September 14, 2018
In den vergangenen Jahren wurden Hunderte von CBD-bezogenen Studien in Dutzenden von Ländern und Institutionen durchgeführt, um heraus zu finden, wie Cannabidiol auf dem menschlichen Körper wirkt.
CBD wirkt auf verschiedene Rezeptoren.
 
CBD eignet sich zur Behandlung unterschiedlichster Erkrankungen
Anhand von Studien wurde bereits festgestellt, dass CBD sich zur Behandlung der unterschiedlichsten Erkrankungen physischer und psychischer Natur eignet. Die Erkenntnisse sind deshalb so wichtig, weil sie darauf hindeuten, dass einem Ungleichgewicht der endogenen Cannabinoide im Körper durch die Gabe von exogenen Cannabinoiden entgegengewirkt werden kann.
Im Gegensatz zu anderen Cannabinoiden bindet sich CBD anscheinend weder besonders gut an CB1- noch an CB2-Rezeptoren, aktiviert dort aber verschiedene Prozesse. Nachdem sich Rezeptoren im gesamten Körper befinden, wirkt CBD ebenfalls im ganzen Körper. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass CBD auch mit anderen Rezeptoren interagiert. Die folgende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da es den Anschein hat, dass CBD extrem viele Vorgänge im Körper und in dessen Organen beeinflusst, die hier nicht alle zur Sprache kommen können.
 

CBD UND DIE CB1- UND CB2-REZEPTOREN

 
 
CBD im menschlichen Körper sorgt dafür, dass das Endocannabinoid 2-Arachidonylglycerol (2-AG) vermehrt ausgeschüttet wird. Dieser Rezeptor-Agonist aktiviert die CB1- und CB2-Rezeptoren und sorgt unter anderem für vermindertes Schmerzempfinden, wirkt neuroprotektiv und unterstützt das Knochenwachstum. Darüber hinaus hemmt CBD die Fettsäureamid-Hydrolase (kurz: FAAH oder auch Anandamid-Amidohydrolase). Dadurch verlangsamt sich der Abbau des Endocannabinoids Anandamid, welches an der Wundheilung und Schmerzlinderung beteiligt ist. Anandamid ist außerdem dem THC sehr ähnlich, aber vier- bis zwanzigmal schwächer.
 
Es dockt an dieselben Rezeptoren wie THC an und blockiert diese damit für die stärkere Wirkungsweise des psychoaktiven exogenen Cannabinoids.
 
CBD bindet an den TRPV-1-Rezeptor, welcher zur Regulierung der Körpertemperatur beiträgt, durch seine Aktivität das Schmerzempfinden beeinflusst und Entzündungen entgegenwirkt.
 
CBD wirkt auf Adenosin-Rezeptoren, wo Prozesse in Gang gesetzt werden, welche die Funktionen der Herzkranzgefäße, den Sauerstoffverbrauch im Herzmuskel sowie den Blutfuss im und ums Herz ins Gleichgewicht bringen. Außerdem wirkt das CBD an diesen Rezeptoren verschiedenen Angstsymptomen entgegen, nämlich Muskelspannungen, Atemnot und anderen.
 
Die Adenosin-Rezeptoren sind an der Regulierung der Neurotransmitter Glutamat und Dopamin beteiligt. Dopamin sorgt nicht nur für gute Laune, sondern wirkt sich auch auf den Schlaf, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und die Bewegungsabläufe aus. THC treibt den Dopaminwert kurzfristig in die Höhe, CBD hingegen nicht. Tierversuche haben ergeben, dass CBD an den Adenosin-Rezeptoren allerdings nur ab und zu zu finden ist und dann als Hemmer wirkt. Unter welchen Umständen und im Zusammenspiel mit welchen anderen Faktoren dies geschieht, ist den Forschern noch völlig unklar.
 
CBD aktiviert Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren und beeinflusst somit unter anderem die Stimmung. Außerdem spielen diese Serotonin-Rezeptoren bei Angstzuständen, Suchtproblemen, Appetit, Schlaf, Schmerzwahrnehmung, Übelkeit und Erbrechen eine Rolle. Sie beeinflussen das Lernen und das Gedächtnis. Wird der Serotonin-Rezeptor aktiviert, kann dies bei der Bekämpfung der Parkinson-Krankheit und Schizophrenie hilfreich sein. CBD kann also auch hier regulierend zum Einsatz kommen.
 
CBD wirkt am GPR55-Rezeptor. Dieser wird oft als „Waisenrezeptor“ bezeichnet, da er bisher noch keiner bekannten Rezeptorenfamilie zugeordnet werden konnte. Vielleicht gehört er ja auch zum Endocannabinoidsystem. Einige Forscher vermuten das. Hier ist die Rede von einem atypischen Cannabinoid-Rezeptor. GPR55-Rezeptoren sind im menschlichen Gehirn, dort vor allem im Zerebellum, vorhanden. Sie wirken auf die Knochendichte und den Blutdruck ein. Kommen vermehrt Aktivitäten an diesen Rezeptoren vor, könnte dies ein Hinweis auf Osteoporose sein.
GPR55-Rezeptoren kommen wie auch CB2-Rezeptoren gehäuft in Krebs- und menschlichen Tumorzellen vor. Die Wissenschaft geht davon aus, dass GPR55 am Wachstum von Krebszellen beteiligt ist. Verschiedene Studien haben ergeben, dass CBD die von den GPR55-Rezeptoren ausgehenden Signale hemmen und damit das Krebswachstum eindämmen.
 
CBD interagiert mit dem GPR18-Rezeptor, welcher ebenfalls zu den atypischen Cannabinoid-Rezeptoren zählt. Dort werden Blutdruck sowie Immunfunktion gesteuert. Zudem gibt es einen dritten atypischenn Cannabinoid-Rezeptor, den GPR119. Hierzu gibt es bislang so gut wie keine wissenschaftlichen Erkenntnisse.
 
CBD wirkt auf die Acetylcholin-Rezeptoren, welche ebenfalls an Lernprozessen und der Gedächtnisleistung beteiligt sind. Offenbar spielt dieser Rezeptor nicht nur beim Nikotinkonsum eine Rolle, sondern hat auch mit der Metastasierung von Krebszellen zu tun.
CBD als Agonist des Dopamin-Rezeptors ist hier für seine antipsychotische Wirkung bekannt. Die Bindung von CBD an diesen Rezeptor dürfte vor allem zur Behandlung von Schizophrenie eine wichtige Rolle spielen.
 
CBD wirkt hemmend auf die Opioid-Rezeptoren. Diese Erkenntnis könnte zur Bekämpfung von Süchten wie etwa der Heroinsucht, aber auch anderen Süchten beitragen. Viele Junkies rauchen nicht umsonst vermehrt Cannabis, wenn sie sich in einen Entzug begeben.
 
 
Quellen: British Journal of Pharmacology (2007) 150 613–623 A Thomas1 , G L Baillie1 , A M Phillips1 , R K Razdan2 , R A Ross1 , R G Pertwee1,
Epilepsia, 55(6):791–802, 2014 ,12 June 2014 doi: 10.1111/epi.12631 , Dr. Devinsky